Winterkrankheiten und wie sie ältere Menschen gefährden

 

Überblick

Ältere Menschen sind weit häufiger von typischen Winterkrankheit wie Grippe und Co. betroffen. Die Kälte, die mangelnde Sonne und die mangelnde Bewegung während der Wintermonate kann Beschwerden auslösen oder auch vorhandene Leiden verstärken. Deshalb sehen wir einen Anstieg bei Krankenhauseinweisungen und Hausarztbesuchen, sobald draußen die Temperaturen sinken.
In diesem Guide zu Winterkrankheiten, die ältere Menschen gefährden, geht es um Grippe und andere Leiden, die vermehrt bei kaltem Wetter auftreten – und was Sie tun können, um sich vor ihnen zu schützen.

Grippe

Eine Grippe kann für ältere Menschen tödlich enden. Am stärksten gefährdet sind Menschen ab 65 Jahren und solche, die bereits an einer Langzeiterkrankung wie Diabetes oder Lungenkrankheiten leiden.
Zu den Symptomen einer Grippe, die häufig auch mit einer Erkältung verwechselt wird, gehören:

  • Kopfschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Fieber

Was können Sie tun, um wieder gesund zu werden?

  • Bettruhe und Warmhalten
  • Ibuprofen oder Paracetamol, um Schmerzen zu lindern und das Fieber zu senken
  • Viel Flüssigkeit aufnehmen, um Austrocknung zu vermeiden
  • Der beste Weg, um eine Grippe zu vermeiden, ist eine Grippeimpfung

Asthma

Asthma ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege. Wenn Sie Asthma haben, kann kalte Luft folgende Symptome verschlimmern:

  • Kurzatmigkeit
  • Husten.

Sie können einen Winterasthma-Anfall vermeiden, indem Sie:

  • Bei sehr kaltem, windigem Wetter drinnen bleiben
  • Bedecken Sie Mund und Nase locker mit einem Schal, wenn Sie doch rausgehen müssen
  • Seien Sie besonders wachsam bei der Einnahme Ihrer Medikamente
  • Halten Sie Ihren Inhalator griffbereit

Herzstillstand

Im Winter kommt es häufiger zu einem Herzstillstand, da das kalte Wetter den Blutdruck in die Höhe treibt. Dadurch wird das Herz zusätzlich belastet, das ohnehin härter arbeiten muss, um die Körperwärme aufrechtzuerhalten. Am stärksten gefährdet sind Frauen ab 55 Jahren und Männer ab 45 Jahren.
Zu den Symptomen eines Herzproblems gehören:

  • Druck in Brust oder Armen
  • Brechreiz
  • Bauchschmerzen
  • Schwierigkeiten beim Atmen
  • Kalter Schweiß
  • Ermüdung
  • Schwindel

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Zuhause warm ist und Sie im Bett nicht frieren.

Hypothermie

Hypothermie ist ein gefährlicher Abfall der Körpertemperatur. Dies kann vor allem bei älteren, inaktiven Menschen ein Problem sein – insbesondere während der kälteren Monate. Diese Winterkrankheit kann auch auftreten, wenn ältere Menschen nicht richtig essen. Unterkühlung erkennt man unter anderem an diesen Symptomen:

  • Blasse, kalte Haut
  • Zittern
  • Ermüdung
  • Gestörte Sprache
  • Verwirrung

Hypothermie kann ohne sofortige Behandlung schwere Folgen haben.

Erkältung

Bei einer Erkältung handelt es sich um eine ansteckende Viruserkrankung, die besonders im Alter schwer verlaufen kann, da das Immunsystem Infektionen nicht mehr so gut bekämpfen kann. Anzeichen einer Erkältung sind:

  • Husten
  • Niesen
  • Halsschmerzen
  • Laufende Nase
  • Kopfschmerzen

Sie können möglicherweise schneller gesund werden, indem Sie:

  • Sich viel Ruhe und Schlaf gönnen
  • Sich warm halten
  • Viel Wasser trinken

Sie können helfen, Erkältungen zu vermeiden, indem Sie sich regelmäßig die Hände waschen, um Erreger loszuwerden. Verwenden Sie Einwegtaschentücher anstelle von Stofftaschentüchern, um zu vermeiden, sich erneut mit den eigenen Erregern zu infizieren.

Winterdepression

Von der sogenannten Winterdepression, fachsprachlich „Seasonal Affective Disorder“, kurz SAD, wird gesprochen, wenn sich Symptome einer depressiven Episode ausschließlich und wiederholt zu einer bestimmten Jahreszeit, typischerweise im Herbst und Winter zeigen. Woher die Winterdepression kommt, ist noch nicht abschließend geklärt. Experten gehen allerdings davon aus, dass die Sonneneinstrahlung und das dunklere Wetter eine Rolle spielen. Die Symptome der Winterdepression ähneln häufig denen einer klassischen Depression. Hinzu kommen aber typische Symptome, die eine recht klare Unterscheidung möglich machen. Dazu gehört beispielsweise ein gesteigerter Appetit auf kohlenhydrathaltige und sehr süße Lebensmittel.
Eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung helfen, die Symptome der Winterdepression abzumildern.

Hauterkrankungen

Die Haut reagiert bei vielen Menschen empfindlich auf die kalte Winterluft. Die Folge sind trockene, juckende Stellen und Rötungen. Zudem gibt es zwei Hautkrankheiten, die im Winter extrem verstärkt werden: Patienten, die unter Neurodermitis leiden, werden aufgrund der Kälte eine Verschlimmerung ihrer Symptome oder einen Schub feststellen. Zur zweiten Risikogruppe gehören Patienten mit einer sogenannten Kälte-Allergie. Diese reagieren auf den Kontakt mit Kälte mit einem roten, juckenden Ausschlag auf der Haut.
Grundsätzlich sollten Patienten mit Hauterkrankungen darauf achten, die Haut ausreichend zu pflegen. Spezielle Cremes sind hier die erste Wahl.
Im Winter empfiehlt es sich zudem, immer mit Schal, Handschuhen und Mütze bewaffnet das Haus zu verlassen und auf längeren Wegen Auto oder Bus den Vorzug zu geben.